Das Rätsel des Master Lu

Allgemeines
Schauen Sie sich jeden Ort genau an, sprechen Sie mit
jeder Person und nehmen Sie alles mit, was nicht niet-
und nagelfest ist, aber vergessen Sie dabei das Spei-
chern nicht. Denken Sie in fremden Ländern daran,
stets ein paar Dollar in die Landeswährung zu wechseln.
Skizzieren Sie ungewöhnliche Bauwerke und Artefakte,
die für Ihre Suche von Bedeutung sein könnten. Und
halten Sie Ihre Augen nach neuen Oddities weit geöffnet
– Feng Li und Ihre Reisekasse werden es Ihnen danken.
Die Richtungsangaben im Tagebuch beziehen sich auf
die vier Himmelsrichtungen.

New York
Nach der Rückkehr aus Ägypten führte mich mein erster
Gang natürlich ins Odditorium, um mit Feng Li über die
Finanzen zu sprechen. Leider waren die Schurken aus
Ägypten vor mir dort, hatten Feng Li auf meinen Stuhl
gefesselt und die Kobra auf dem Schreibtisch ausge-
setzt. Ich konnte jedoch beide retten, indem ich mit Hilfe
des Stockes vom Fußboden die Schlange wieder in ih-
ren Käfig zurückbeförderte. Die Diebe waren auf der
Suche nach Informationen über den ersten Kaiser,
glücklicherweise hatten sie dabei aber meinen Safe
übersehen, in dem sich der Brief von Baron von Selt-
sam befand, den ich mir daraufhin noch einmal durch-
las. Nach einem kurzen Gespräch mit Feng Li, der mich
darauf hinwies, wie wichtig es sei, stets Artefakte ins
Odditorium zu schicken, machte ich mich mit Mei Chen
auf den Weg nach Peking, um dort in der Halle der
Klassiker weitere Informationen über Master Lu’s Ge-
heimnis herauszufinden.

Peking
Vor der Halle trennten sich unsere Wege, da Mei einen
Passierschein für die Halle sowie eine
Aufenthaltsgenehmigung für die Sian-Provinz
organisieren wollte, in der das Grab des Kaisers liegen
sollte. Ich dachte natürlich nicht daran, auf Mei zu
warten, sondern sah mich etwas um. So entdeckte ich
hinter der Werkstatt des Schmiedes ein altes
Wagenrad, das bei der kleinsten Berührung in sich
zusammenfiel. Die Speichen nahm ich trotzdem mit und
entdeckte im Schrotthaufen außerdem ein altes Amulett,
das ich dem Bettler abkaufen konnte, und das ich vom
Post Office nach New York schickte. Die Speichen
paßten exakt in die Löcher der Mauer zur Halle der
Klassiker und ließen sich so als Leitersprossen
benutzen. Leider rief der Bettler daraufhin die Polizei,
und ich mußte mir einen Weg überlegen, seine
Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken. Wie läßt
sich der lästige Bettler abschütteln? Die alte Frau auf
der Hauptstraße besaß einen alten Soldatenhelm aus
Metall, den sie mir im Austausch gegen mein
Erinnerungsfoto aus dem ersten Weltkrieg überließ.
Diesen Helm warf ich auf die Markise der Werkstatt des
Schmiedes, und so war der Bettler damit beschäftigt,
den Helm zu erreichen, um ihn an den Schmied zu
verkaufen. Ich konnte in aller Ruhe über die Mauer
klettern und hörte dabei etwas zu Boden fallen. Es
handelte sich um einen silbernen Schmetterling, ein
weiteres Schmuckstück für das Odditorium. Auch Mei
Chen war inzwischen in die Halle gekommen und
zusammen gingen wir zu der Stelle, an der Master Lu’s
Tafel aufbewahrt wurde. Mit dem Gong riefen wir einen
Priester herbei, von dem wir erfuhren, daß Master Lu in
Sikkim, den Osterinseln und einer Stadt in den Anden
auf der Suche nach dem Elixier des Ewigen Lebens war
und dabei auch die Sprachen lernte, in denen er den
Weg zum Grab des Kaisers auf seiner Tafel
verschlüsselt hatte.

Danzig
Nächste Station war das Schloß des Barons von
Seltsam in Danzig, der mir ja in seinem Brief
geschrieben hatte, daß auch er auf der Suche nach
Master Lu’s Geheimnis war. Der Gärtner berichtete
jedoch, daß der Baron verstorben sei und sein Sohn
jetzt im Schloß wohnen würde. Dieser lud mich dazu
ein, das Billardzimmer nach Papieren über Master Lu zu
durchsuchen, da sich sein Vater dort besonders oft
aufgehalten hatte. Auch sollte im Schloß ein geheimes
Labor und ein wertvoller, aber Unglück bringender
Edelstein versteckt sein, die der junge Baron allerdings
noch nicht entdeckt hatte. Im Billardzimmer entdeckte
ich auf einem Sofa eine alte deutsche Banknote, ein
ideales Objekt für das Odditorium. Im Schreibtisch fand
sich neben einem Schlüsselbund ein Brief des alten
Barons an mich, in dem sich neben einer Nachricht die
billigste Briefmarke der Welt, ebenfalls vortrefflich für
das Odditorium geeignet, befand. Mit den Schüsseln
ließ sich der Spielschrank öffnen, worin ein Kartenspiel
mit einem fehlenden Pik As lag. Diese Karte entdeckte
ich an der Wand, wo sie einen Knopf verbarg, der den
Raucherschrank des Barons öffnete. Dort fand ich eine
Zigarre und hinter der Lüftungsklappe zwei Schlitze: in
einen paßte die Billardkugel, die ich zuvor vom Tisch
genommen hatte. Sie setzte einen Mechanismus in
Bewegung, der den Billardtisch leicht verrückte. Ich
konnte nun den Tisch ganz zur Seite schieben und
entdeckte einen Geheimgang. Der Gang führte mich
direkt in das Labor des Barons, dummerweise konnte
ich dort keinen Ausgang entdecken. Dafür befand sich
in einem herzförmigen Gefäß der Romanov-Edelstein,
den der junge Baron zuvor erwähnt hatte. Um diesen
Stein zu bekommen, mußte ich einen Weg finden, das
Gefäß umzudrehen. Dazu verwendete ich folgende
Gegenstände, die ich in der Schublade der Werkbank
entdeckt hatte: Den Pumpengriff schob ich auf die
Pumpenstange, den medizinischen Schlauch auf die
Rohrenden in der Werkbank. Dann setzte ich den Griff
des Wasserhahns auf das Stellventil des
Kompressortanks. Anschließend schloß ich das Ventil
und ließ den Hebel von der Wand auf dem Tischzapfen
einschnappen. Damit der Edelstein nicht in den Ausguß
fallen würde, nahm ich die Karte des Periodensystems
von der Wand und plazierte sie im Gefäß. Nun konnte
ich den Tank mit der Pumpe unter Druck setzen und das
Ventil öffnen. Das Behältnis bewegte sich und ich
konnte den Edelstein und die Karte wieder an mich
nehmen. Leider blieb die Tür immer noch verschlossen,
ebenso der Panzerschrank. Ich ging nun daran, den
Schrank zu öffnen, um vielleicht in ihm einen Schlüssel
zu finden. Dazu nahm ich den Griff und verband ihn mit
der Pumpenstange, die ich, wie auch den Pumpengriff,
wieder an mich genommen hatte. Das so entstandene
Gebilde befestigte ich an der Deckenstütze. Nun konnte
ich den Hebel ziehen und die Tür des Panzerschrankes
öffnete sich. Leider schwang sie auch wieder zu, als ich
das Innenleben des Schrankes etwas genauer unter die
Lupe nehmen wollte, so daß ich mir erneut etwas
ausdenken mußte. Ich versuchte, das Glas mit Wasser
zu füllen und als Gegengewicht für den Schalter zu ver-
wenden. Zuerst brachte ich den Edelstein an der
Halterung des Gefäßes an, um dieses von der
Halterung zu lösen. Anschließend benutze ich den
Korken, der am Edelstein befestigt war, den
Gummistopfen aus der Werkbank und die Pumpengriffe
dazu, das Behältnis abzudichten. Jetzt konnte ich es am
Griff befestigen und den Wasserhahn hereinhängen, an
den ich noch den Wasser- und den medizinischen
Schlauch angeschlossen hatte. Der medizinische
Schlauch führte zum Wasserrohr und nach dem Öffnen
des Wasserhahns füllte sich das Gefäß und öffnete so
die Tür des Panzerschranks. In seinem Inneren fand ich
ein Mikroskop, einen Brief von Professor Menendez aus
Lima mit weiteren wichtigen Informationen sowie vier
Knöpfe, mit denen sich die Ausgangstür öffnen ließ.
Allerdings war mir die Kombination der Knöpfe noch
nicht bekannt; dafür mußte ich erst die Nadel, mit
welcher der Edelstein am Korken befestigt war, unter
dem Mikroskop betrachten. Dort waren die Worte äTi“
und äXe“ vermerkt, die rückwärts gelesen äExit“, also
Ausgang, ergeben. Ein Blick auf das Periodensystem
zeigte mir die Atomgewichte 22 und 54, oder 4522
rückwärts gelesen. Nachdem ich diese Zahlen auf den
Knöpfen eingestellt hatte, öffnete sich der Ausgang zu
einem dunklen Tunnel, der in einem Blumenbeet im
Schloßgarten endete. Neben dem Garten befand sich
der Friedhof mit dem Mausoleum des alten Barons, und
ich erfuhr vom Gärtner, daß der alte Baron Angst davor
hatte, lebendig begraben zu werden. Deshalb habe er
auch die Klingel am Mausoleum anbringen lassen, und
sobald der Gärtner die Klingel hören würde, sollte er das
Grabmal öffnen. Da mich Menendez Brief vermuten ließ,
daß der Baron einen Hinweis auf Master Lu’s Geheimnis
mit ins Grab genommen hatte, mußte ich einen Weg
finden, um die Schelle zu betätigen. Mit Hilfe der
Klappleiter schaute ich ins Innere des Grabmals und
sah dort einen Holzbalken, über den das Seil zur Klingel
verlief. Ich selbst würde dort nicht herankommen und
außerdem könnte der Gärtner sehen, daß ich die Glocke
betätigen würde. Aber möglicherweise könnte Feng Lis
Schildkröte das Seil bewegen, und so flog ich zurück
nach New York, wo ich diese tatsächlich in ihrem
Terrarium fand. Außerdem konnte ich bei der
Gelegenheit gleich die Banknote und die Briefmarke
im Schaukasten plazieren. Nachdem ich neben der
Schildkröte noch das Futter eingesteckt hatte, flog ich
zurück zum Schloß des Barons, wo allerdings der
Gärtner die Leiter in Beschlag genommen hatte. Ich
schaffte es jedoch, ihn abzulenken, indem ich den
Busch im Schloßgarten, den er vorher sorgfältig
beschnitten hatte, mit meinen Händen in Unordnung
brachte und ihn darauf ansprach. Anschließend konnte
ich die Holzbohle und die Harke vom Arbeitsplatz des
Gärtners nehmen, sie über die zwei Urnen vor dem
Mausoleum legen und so als Trittbrett benutzen. Mit der
Harke konnte ich das Schildkrötenfutter hinter dem
Klingelseil plazieren und setzte die Schildkröte auf die
Holzbohle im Mausoleum ab, wo sie sich sofort in
Richtung Futter auf den Weg machte. Rasch beseitigte
ich alle Spuren, verließ den Friedhof und konnte so den
Gärtner täuschen, der das Grab öffnete und voller Panik
wegrannte, als er das Seil zur Klingel in Bewegung sah.
So konnte ich ungestört im Grabmal umhergehen und
fand in einem Kasten den Schlüssel zu Master Lu’s
Tafel. Feng Lis Schildkröte schickte ich per Post zurück
nach New York, ich machte mich auf den Weg nach
Sikkim.

Sikkim
In Sikkim nahm ich zuerst die Broschüre über
Gebetsmühlen mit aus dem Post Office, dann machte
ich mich auf den Weg zum Tempel des verborgenen
Weges, wo sich weitere Informationen verbergen
sollten. Mit Hilfe des Bandes der Zigarre aus Baron von
Seltsams SchIoß gelang es mir, mich bei dem Mönch,
der das Tor zum Tempel bewachte, als Mitglied des
Tempels auszugeben. Ich erfuhr, daß sich Master Lu
vor langer Zeit im Tempel aufgehalten hatte und vor
kurzer Zeit noch zwei Mönche bei einem Überfall auf
den Tempel getötet wurden. Der Zugang zum
verborgenen Weg war jedoch nicht von ihnen entdeckt
worden. So ging ich zum Tempel und mußte zunächst
fünf Gebetsmühlen den richtigen Mönchen zuordnen.
Der Mönch rechts außen an der Südseite suchte das
Gebet der Weisheit, der zweite Mönch von links an der
Ostseite das Gebet der Gelassenheit, der erste Mönch
von links an der Nordseite das Gebet des Friedens, der
Mönch rechts außen an der Nordseite suchte das Gebet
der Einsicht und der zweite Mönch von rechts an der
Westseite das Gebet der Wahrheit. Anschließend
konnte ich zum Mönch links außen an der Nordseite des
Tempels gehen, da dieser nach den Aussagen der
anderen Mönche die längste Zeit im Tempel verbracht
hatte. Er erklärte mir, daß ich jetzt für den Weg der
Erleuchtung bereit sei; so betrat ich die nun geöffnete
zweite Zelle an der Westseite des Tempels. Dort fand
ich mich in einem Labyrinth wieder, in dem ich sowohl
zwei Artefakte als auch einen Raum mit einer Leiter
vorfand. Zum ersten Artefakt, einem Meißel, gelangte
ich vom Eingang aus auf folgendem Weg: O-N-O-O-S-
W-S-O-O. Das zweite Artefakt, einen Weihrauchhalter
erreichte ich vom Eingang aus über O-N-O-O-O-N-O-O-
N-W-W-N-N-W-S-S-W-S-W-W-S-W-N-W-S-W-S-O-S-
W-W-N-N-N-N-O-O-N-N-N-N-O-O-O-O-O-O-S-O-N-O-S.
Von dort aus führte der Weg über N-W-S-W-W-W-S-S-
W-S zur Leiter, die ich mit Hilfe des Seils herunterziehen
konnte. Die Leiter brachte mich in eine Kuppel, in der
sich weitere Aufzeichnungen von Master Lu in
Chinesisch und Sikkim befanden, die ich natürlich sofort
in mein Notizbuch übertrug. Wieder im Post Office
verschickte ich die beiden Artefakte nach New York und
verfaßte ein Radiogramm für Mei Chen, in dem ich sie
bat, die chinesischen Schriftzeichen zu übersetzen.
Mein Weg führte mich anschließend nach Peru.

Peru
Leider stellte sich nach meiner Ankunft heraus, daß
Professor Menendez ermordet worden war und mir
somit nicht mehr helfen konnte. Ich schaute mir das
Post Office mit seinen zahlreichen Papageientauchern
an und erfuhr von Ernie, was es mit diesen und der
merkwürdig geformten Uhr auf sich hatte. Außerdem
fertigte ich noch eine Skizze der Stele in der Ecke des
Office an. Anschließend machte ich mich auf den Weg
zur versunkenen Inka-Stadt Mocha Moche. Nach einer
halsbrecherischen Überquuerung einer Schlucht über
einen alten Baumstamm traf ich in den Ruinen von
Mocha Moche auf Emilio Menendez, Professor
Menendez Neffe, der damit beschäftigt war,
rücksichtslos nach wertvollen Gegenständen zu graben.
Ich schaffte es, ihm einen Schrumpfkopf für 400 Inti
abzukaufen und versuchte, seine Schaufel und die
Leiter gegen den Romanov-Edelstein einzutauschen.
Dieser Edelstein erwies sich wirklich als
unglücksbringend: Menendez, der die Gegenstände
nach Erhalt des Steins nicht herausrücken wollte,
hackte sich mit der Schaufel ein paar Zehen ab und
machte sich auf den Weg zurück, um einen Arzt
aufzusuchen. Er rutschte jedoch vom Baumstamm ab
und stürzte in die Schlucht. Im Geröllhaufen neben dem
von ihm geschaufelten Loch entdeckte ich ein
peruanisches Kinderspielzeug, das ich für das
Odditorium einsteckte. Auf dem Weg zu den
Hauptruinen fand ich eine weitere Stele, die ich, wie
schon die erste im Post Office, in meinem Notizbuch
skizzierte. Oberhalb des Skeletts auf dem Turm sah ich
in einer Nische einen Gegenstand, den ich jedoch nicht
genauer erkennen konnte. Dafür fand ich auf der ersten
Terrasse ein paar Weinranken, die sich zu einer langen
Ranke zusammenknoten ließen. Ich machte mich an
den Aufstieg zum Turm und entdeckte ein verwittertes
Tor, hinter dem sich wohl das Objekt oberhalb des
Skeletts befinden würde. Es ließ sich jedoch mit keinem
meiner Hilfsmittel öffnen. An der Spitze des Turmes
angekommen machte ich einen Versuch, mich an den
Ranken zur Nische herabzulassen, was jedoch an der
Reißfestigkeit des Gewächses scheiterte. Ich brauchte
etwas Stabileres, und mir kam sofort das Seil über der
Schlucht in den Sinn. Wenn man es gegen die Ranken
austauschen könnte wäre alles in Ordnung. Ich
befestigte das eine Ende der Ranken an der
Spinnenstatue und warf das andere auf die
gegenüberliegende Seite der Schlucht. Dort wickelte ich
das lose Ende um den Baum und warf es zurück
Richtung Statue, wo ich es ebenfalls festmachte.
Anschließend konnte ich das Seil lösen, ebenfalls auf
der anderen Seite, und es dann anschließend
einstecken. So gerüstet machte ich mich erneut auf den
Weg zum Turm. Nachdem ich die Leiter mit dem Seil
verbunden hatte, fixierte ich diese Konstruktion mit dem
Altarpfahl und konnte so den Gegenstand in der Nische
erreichen, der, wie sich herausstellte, ein Totenschädel
aus Kristall war. Ich packte das Seil und die Leiter
wieder ein und betrat das Observatorium links auf der
Terrasse. Die zum Öffnen der Tür notwendige
Kombination konnte ich mit Hilfe meiner Aufzeichnungen
ermitteln: In jeder Reihe wiederholte sich eine Abfolge
von Symbolen. Von den verschiedenen Möglichkeiten
erwies sich eine Reihe, die mit einem äTannenbaum“
begann, als die richtige, um die Tür zu öffnen. Im
Inneren des Tempels fand ich eine Statue, worauf ich
den Kristalltotenkopf plazierte. Ich steckte die Schaufel
in die Öffnung im Getrieberad, das sich im Sockel der
Statue befindet. Durch diesen improvisierten Hebel
gelang es mir, das Rad zu bewegen und die Öffnung in
der Kuppel des Observatoriums so auszurichten, daß
das einfallende Sonnenlicht den Totenkopf als Prisma
nutzte. Dadurch strahlten die Symbole an der Wand in
den verschiedensten Farben. Diese Farben notierte ich
mir unter den Symbolen in meinem Notizbuch. Mit dem
Totenschädel machte ich mich auf den Weg zurück
nach Lima, wo ich den Schrumpfkopf, das Spielzeug
und den Kristallkopf an Feng Li schickte. Anschließend
buchte ich einen Flug zu den Osterinseln.

Osterinseln
Auf den Osterinseln angekommen fiel mein erster Blick
auf eine Ausgrabungsstätte, in der sich jemand zu
befinden schien. Nach einem kurzen Gespräch wurde
mir klar, daß die attraktive Frau wohl Professor
Twelvetrees sein mußte, deren Name schon in der Halle
der Klassiker in Peking gefallen war. Sie erzählte mir,
daß sie auf der Suche nach Holztafeln in einer
Eingeborenensprache namens äRongorongo“ sei, die sie
auch auf Master Lu’s Tafel in Peking gesehen hatte. Sie
führte mich zur äBucht des Wächters“ und erzählte mir
von einer alten Frau, die davon spreche, daß
demjenigen, der die Statue des Wächters wieder
sehend machen könne, ein Geheimnis offenbart werden
würde. Ich redete natürlich mit der alten Frau und erfuhr
von ihr, was es mit der Statue auf sich hatte. Am Strand
fand ich außerdem ein Stück Treibholz, das sich als
Hebel eignete, und ein anderes Stück, das wie ein
Papageientaucher geformt war. Zurück an der
Ausgrabungsstelle stellte ich fest, daß Twelvetrees
verschwunden war, und so konnte ich ungehindert die
Notiz und den Pfosten sowie das zerrissene Hemd der
Professorin einstecken. Im Geräteschuppen befand sich
ein Generator, dessen Startleine ließ sich ebenfalls für
spätere Zwecke mitnehmen. Mit Hilfe des Hemdes
konnte ich das Auge der großen Statue entfernen und
machte mich wieder auf den Weg zur Bucht. Dort
gelang es mir, mit dem Treibholz und dem Pfosten die
Statue des Wächters wiederaufzurichten. Das rechte
Auge der Statue war jedoch nicht mehr vorhanden, und
so mußte ich mich erneut auf die Suche begeben. Ich
erinnerte mich an die Uhr im Post Office in Lima, und es
gelang mir, diese gegen den hölzernen Vogel
einzutauschen. Zurück in der Bucht präsentierte ich die
beiden Augenteile der alten Frau, und diese setzte sie
mit meiner Hilfe in die Statue ein. Dabei entdeckte sie in
einer kleinen Höhle im Felsen die Gebeine eines
Vorfahren und verschwand, um diese zu begraben.
Vorher deutete sie jedoch noch an, daß sich noch
etwas Wertvolles in der Höhle befinden würde. Mit
Samantha Twelvetrees Hilfe konnte ich die äSchätze“
bergen: eine Art Karte aus Stöcken und Muscheln sowie
ein Horn aus Walknochen. Beim Fallen hatte Samantha
ihr Feuerzeug verloren – auch dieses sammelte ich zur
späteren Verwendung erst einmal ein. Ich machte mich
auf den Weg zum alten Steinbruch links von der großen
Statue und entdeckte, daß gewisse Symbole auf den
Felsen mit denen auf der äKarte“ übereinstimmten. N-O-
N-N-N führte mich zum in der Karte mit äX“ gekenn-
zeichneten Platz: einem roten Felsen mit einem davor-
liegenden grauen kleineren Stein. Dieser ließ sich
allerdings nicht ohne weiteres bewegen, ich mußte erst
zurück zur Bucht, um dort das mit der Starterleine ver-
schlossene Horn mit Wasser zu füllen und das Wasser
anschließend auf den getrockneten Lehm neben dem
grauen Felsen auszugießen. Anschließend konnte ich
den Stein wegwälzen und stieß auf eine Tafel, auf der
sich Rongorongo-Schriftzeichen befanden, die ich in
mein Notizbuch übertrug. Natürlich wollte ich Professor
Twelvetrees die Tafel sofort zeigen, aber als ich zur
Ausgrabungsstätte zurückkehrte, mußte ich feststellen,
daß sie inzwischen Besuch bekommen hatte: Die
beiden Schurken, die mich schon in Ägypten bedrängt
hatten, waren mir auf den Fersen geblieben. Sie hatten
Samantha an einen Pfahl gefesselt und äverhörten“ sie
gerade. Ich mußte mir unbedingt etwas einfallen lassen,
um die beiden Männer auszuschalten. Ich kletterte
durch das Fenster in den Generatorschuppen und
verband die Schnur, die am Türknauf befestigt war, mit
der Zündkerze, die ich zuvor mit dem
Zündkerzenschlüssel gelockert hatte. Ich plazierte
Twelvetrees Feuerzeug unter dem Benzintank und
rüttelte an den Stromkabeln, um die Aufmerksamkeit der
Gauner zu erlangen. Ich sprang aus dem Fenster keine
Sekunde zu früh, die Hütte flog in einer gewaltigen
Explosion auseinander, nachdem die Verbrecher die Tür
geöffnet und damit die äBombe“ gezündet hatten. Ich
befreite Samantha und berichtete ihr von meinem Fund.
Sie konnte ihre Begeisterung nur schwer bändigen. Wie
es schien, hatte ich den Schlüssel zur Übersetzung der
Rongorongo-Sprache entdeckt. Ich gab ihr die Tafel,
verabschiedete mich und machte mich auf den Weg
zurück zum Post Office. Nachdem ich das Horn und die
Karte Richtung Odditorium auf den Weg geschickt hatte,
machte ich mich auf die Reise zurück nach Peking, wo
es galt, die letzte Etappe des Abenteuers zu bestehen.

Peking, 2. Besuch
Bereits im Post Office traf ich auf Mei Chen, die mir von
den Bemühungen der Japaner berichtete, das Grab des
Kaisers zu finden. Noch waren unsere
Aufenthaltsgenehmigungen gültig, aber die Japaner
taten bereits alles, um sie zurückzuziehen. In der Halle
der Klassiker angelangt fanden wir den Priester tot auf
dem Boden liegend, der Wächter war verschwunden.
Bei Master Lu’s Tafel benutzte ich den Schlüssel aus
Baron von Seltsams Grab, um meine Notizen zu
vervollständigen und erhielt so die vollständige
Anleitung, um das Grab zu öffnen. Genau in diesem
Augenblick trat Kuang ein, einer der beiden Schurken,
die offenbar die Explosion auf den Osterinseln überlebt
hatten. Er riß die Seite mit den Aufzeichnungen aus
meinem Notizbuch und ließ Mei Chen und mich mit
seinem hünenhaften Kollegen Shen Guo zurück, der mir
alles abnahm, was ich bis zu diesem Zeitpunkt
gesammelt hatte. Mei Chen gelang es jedoch, sich an
ihn heranzuschleichen, ihm mit einem beherzten
Karatetritt die Waffe aus der Hand zu schleudern und
ihn in einen Kampf zu verwickeln. Nun lag es an mir,
Mei Chen aus der Bredouille zu helfen. Zuerst kümmerte
ich mich allerdings um die Pistole, die in einem Leuchter
gelandet war und sich dort unkontrolliert entlud. Ich
deckte ihn mit dem Gong aus dem Hallenvorhof ab und
sah mir dann die Steintafeln in Master Lu’s Halle etwas
genauer an. Die Steinquader auf der rechten Seite
waren wackelig, und es gelang mir, sie wie eine Reihe
von Dominosteinen umzustoßen und Shen Guo unter
ihnen zu begraben. Mit Hilfe des Gongklöppels konnte
ich mein Notizbuch aus den Trümmern herausfischen.
Leider war nichts mehr im Buch zu erkennen. Ich wußte
mir mit einem Stück Kohle zu helfen: über die Seite
nach der Lösung gerieben, wurden so die
durchgedrückten Symbole und Buchstaben wieder
sichtbar. Ohne Zeit zu verlieren, machten wir uns auf
den Weg in die Sian-Provinz.

Das Grab des Kaisers
Der Taxifahrer setzte uns an einem Bauernhof in der
Nähe des ungefähren Standortes des Grabes ab. Von
dem Bauern erfuhren wir, daß eine große Anzahl von
Japanern die gesamte Umgebung buchstäblich
umgraben würde. Ich sah mich etwas auf dem Anwesen
um und entdeckte einige Terrakottafiguren neben dem
Haus. Der Bauer meinte daraufhin, daß er diese in
seinem Keller gefunden habe. Ich kaufte ihm seine
Schaufel ab und betrat den Keller, wo ich hinter einem
Sack Reis einen Arm aus Terrakotta freilegen konnte.
Als ich diesen herauszog, entstand ein Loch in der
Wand, das aber zu dunkel war, um Einzelheiten
dahinter auszumachen. Vom Farmer erhielt ich sein
einziges Streichholz und kehrte mit Mei in den Keller
zurück. Ich entzündete das Streichholz und hatte gerade
einen ersten Blick in das Loch geworfen, als die Flamme
an meinen Fingern angelangt war. Ich ließ das
Streichholz fallen, und durch einen unglaublichen Zufall
landete es in einem Leuchter, der mit Öl gefüllt war und
mit zahlreichen anderen Leuchtern verbunden war. Mei
und ich kletterten durch das Loch und fanden uns in der
Vorhalle der Grabes des Kaisers wieder. Im vierten und
fünften Gang stießen wir auf Soldaten aus gefärbtem
Terrakotta, die ich nach den Anweisungen Master Lu’s
bewegte (den fünften blauen Soldaten drücken, den
ersten roten ziehen). Aus dem fünften Gang nahm ich
außerdem einen Holzbalken mit. Östlich von den fünf
Gängen befand sich eine zweite Vorhalle mit einem
großen Tor aus Jade, das sich durch unsere
Manipulationen an den Statuen geöffnet hatte. Von den
Fußspuren und dem Loch in der Decke zu schließen,
war bereits jemand vor uns hier eingetroffen. Ich nahm
die beiden Schilde der Soldatenstandbilder und den
kleinen Holzpflock vom Fußboden mit und betrat mit Mei
Chen den Gang hinter dem Tor. Dort sahen wir Kuangs
Körper, durchbohrt von zahlreichen Holzpflöcken, die
wohl von einem Sicherungssystem abgefeuert worden
waren. Mir fiel wieder der Streitwagen ein, den wir im
zweiten Gang gesehen hatten und schob ihn von dort in
den Gang hinter dem Tor. So diente er Mei und mir als
Feuerschutz und wir konnten uns unbehelligt ans
andere Ende des Ganges bewegen. Hier versperrte uns
ein weiteres Tor den Weg, das ich jedoch mit der Kurbel
vom anderen Ende öffnen konnte. Ich fixierte die Kurbel
mit dem kleinen Holzpflock, das Tor selbst konnte ich so
mit dem Holzbalken blockieren und wir betraten die
nächste Halle. Jetzt galt es, eine Brücke zu überqueren,
die drehbar gelagert war und so nicht ohne Tricks
überquert werden konnte. Ich schwenkte die Brücke, so
daß ein Loch an deren Rand sichtbar wurde, in das ich
die Schaufel steckte und anschließend die Brücke zu
mir herunterdrehte. Auf der anderen Seite befand sich
ein weiterer Anschluß für eine Kurbel. Ich gab Mei den
Hebel, stellte mich als Gegengewicht auf mein Ende der
Brücke und signalisierte Mei, an das andere Ende zu
gehen. Ich drehte die Brücke wieder ein Stück nach
oben, nahm die Schaufel und drehte die Brücke so, daß
die Öffnung auf Meis Seite lag. Wir hatten
herausgefunden, daß mit der Kurbel ein Zapfen
unterhalb des Rands der anderen Seite herausbewegt
werden konnte. Dieser Zapfen paßte genau in das Loch
in der Brücke und sicherte diese nun gegen jede
Bewegung ab. So konnte auch ich gefahrlos die andere
Seite erreichen, von wo aus wir geradewegs in die
Grabkammer des Kaisers gehen konnten. Dieser
eindrucksvolle, domartige Raum war mit merkwürdigen
Kanälen aus Quecksilber durchzogen und auf seinem
Fußboden war ganz China in einer Miniaturausgabe
nachgebaut. Ein Weg führte uns an einen kleinen See
aus Quecksilber, auf dessen anderer Seite das
Mausoleum des Kaisers stand. Ich konnte den See mit
den beiden Schilden überqueren und betrat das
Grabmal des Kaisers. Dort entdeckte ich vor dem
Sarkophag das Objekt, für das ich all diese Strapazen
auf mich genommen hatte: das Siegel des Kaisers. Ich
nahm es mit, um es so vor dem Zugriff der Japaner zu
bewahren. Kaum hatte ich es in meiner Kiste verstaut,
bewegte sich die Halterung des Siegels und löste
Master Lu’s letzen Schutzmechanismus aus. Das
Mausoleum und mit ihm das ganze Grab begann sich
mit Quecksilber zu füllen. Ich stürmte zurück zu Mei, um
mit ihr das Grab zu verlassen, als sich uns plötzlich ein
alter Bekannter in den Weg stellte: der junge Baron von
Seltsam. Gar nicht seltsam war die Waffe, die er auf
uns richtete und die Übergabe des Siegels forderte. Mit
dessen Hilfe wollte er die Unruhen in Asien dazu nutzen,
um Herrscher über den Orient zu werden. Ich ließ das
Siegel in einen leeren Kanal fallen, von Seltsam sprang
augenblicklich hinterher, um es wiederzuholen. Er wurde
aber, Sekunden nachdem er es in den Händen gehalten
hatte, von einem Strom aus Quecksilber weggefegt. Mei
und ich setzten unsere Flucht aus dem Grab fort und
machten uns auf den Rückflug nach New York.
Während wir noch einmal die Geschehnisse der
vergangenen Tage Revue passieren ließen, hörten wir
mit einem Mal dumpfen Geschützdonner: anscheinend
wurde unser Zeppelin beschossen. Ein Treffer der mit
Wasserstoff gefüllten Hülle würde unser Ende
bedeuten.

(online seit 1998)